AProof® SARS-CoV-2 IgG ELISA

Probenahme-Set für den AProof® Coronavirus Antikörpertest ab sofort verfügbar. Weitere Informationen unter www.aproof-corona.de.

Klinische Bedeutung SARS-CoV-2

Das Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) gehört zur Familie der Coronaviren und wird wie SARS-CoV-1 in die Gattung Betacoronavirus eingeordnet. Das neuartige Virus hat seinen Ursprung in Wuhan/China. Es löste erstmals Ende 2019 eine Infektionswelle aus, die sich zunächst im Januar 2020 in der Volksrepublik China zur Epidemie  und anschließend weltweit sehr schnell zur COVID-19-Pandemie ausgebreitet hat.

 

Die Übertragung von SARS-CoV-2 erfolgt hauptsächlich durch Tröpfchen beim Husten oder Niesen und bei engem Kontakt mit Infizierten. Insbesondere in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen ist auch eine Übertragung durch Aerosole möglich. Die Inkubationszeit beträgt 5-6 Tage; zwischen Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome können aber auch bis zu 14 Tage vergehen (WHO, 24.2.2020).

Auch asymptomatische Infizierte können potenzielle Überträger des Coronavirus sein. Bei einem leichten Krankheitsverlauf klingen die Symptome in der Regel innerhalb von 2 Wochen ab. Verläuft die Erkrankung schwerer, dauert die Rekonvaleszenz 3-6 Wochen. Bei rund 81% der registrierten Infektionen ist ein leichter Krankheitsverlauf mit Fieber und einer leichten Lungenentzündung zu beobachten; bei etwa 14% der Fälle ist der Verlauf schwerer und in etwa 5% der Fälle so schwer, dass eine intensivstationäre Behandlung der Patienten erfolgen muss. (Zunyou, W. et al., 2020).

Diagnostik

Für die Diagnostik akuter SARS-CoV-2-Infektionen ist der Direktnachweis des Virus mittels RT-qPCR geeignet. Sie basiert auf der Detektion von zwei Nukleotidsequenzen (E-und RdRp-Gen) die in erster Linie aus Probenmaterialien der oberen Atemwege (nasopharyngeale und oropharyngeale Abstriche) und der unteren Atemwege (bronchoalveoläre Lavage, Trachealsekret, Sputum, u.a.) vervielfältigt werden. Dieser Test ermöglicht selbst bei subklinischen oder asymptomatischen Verläufen einen Erregernachweis mit einem Median von 5 Tagen nach dem Viruskontakt bis zu ca. 14 Tagen nach dem Einsetzen der Symptome (Ai, T. et al., 2020).

 

Antikörper werden in der Regel 10-14 Tage nach einer Infektion gebildet und sind ab diesem Zeitpunkt sicher nachweisbar.  Der Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2 können das Erkrankungsrisiko im kritischen Arbeitsumfeld oder mit Risikopersonen senken.  Zudem spielt die Serologie eine wichtige Rolle bei der Ausbruchskontrolle und Rückverfolgung von Infektionsketten sowie bei der Beantwortung klinischer, epidemiologischer und virologischer Fragestellungen im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 (RKI, 26.2.2020).

Zweckbestimmung

Der AProof® SARS-CoV-2 IgG ELISA ist für den qualitativen Nachweis spezifischer IgG-Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Virus in humanem Serum oder Plasma (EDTA, Citrat, NaF) bestimmt. Der Test unterstützt die Diagnose einer SARS-CoV-2-Infektion und stellt eine Ergänzung zum Erregernachweis dar. Er dient Gesundheitsbehörden zur Erhebung epidemiologischer Daten, um z.B. den Immunstatus der Bevölkerung zu untersuchen.

Testprinzip

Das Testprinzip beruht auf der Bindung von SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern an das auf der Mikrotiterplatte immobilisierte rekombinant exprimierte Nucleocapsid- Protein. Nicht-gebundene Antikörper werden nach diesem ersten Schritt durch Waschen entfernt. Während der zweiten Inkubationsphase binden enzymmarkierte Sekundärantikörper, welche gegen humane Antikörper der IgG-Klasse gerichtet sind, an den Antigen-Antikörperkomplex. Nicht-gebundene Sekundärantikörper werden erneut durch Waschen entfernt. Zur Detektion wird eine farblose Substratlösung zugegeben, welches durch das Enzym des Sekundärantikörpers zu einem blauen Farbstoff umgewandelt. Im letzten Schritt wird die Reaktion abgestoppt, es erfolgt gleichzeitig ein Farbumschlag von blau zu gelb. Die Absorption der Lösung wird gemessen und korreliert mit den initial gebundenen Antikörpern gegen das Antigen.

Performance
Analytische Spezifität

Erhöhte Konzentrationen von Hämoglobin, Bilirubin und Trigyzeriden (Tabelle 1) in Serum- und Plasmaproben können in Immunassays Ursache falsch-positiver oder falsch- negativer Ergebnisse sein. Die Validierung des AProof SARS-CoV-2 IgG ELISA hat gezeigt, dass es keine Interferenzen mit den getesteten Substanzen gibt (Abbildung 1).


Tabelle 1: Interferierende Substanzen, mit denen der AProof SARS-CoV-2 IgG ELISA getestet wurde. *Bis zu dieser Konzentration konnte keine Beeinflussung des Test festgestellt werden.

 

Störsubstanz

Konzentration

Hemoglobin

< 20 mg/mL*

Bilirubin

< 0.3 mg/mL*

Triglycerides

< 15 mg/mL*

 

Abbildung 1: Einfluss interferierende Substanzen auf die Absorption negativer (schwarz) und positiver (rot) Patientenproben.

Kreuzreaktivität

Antikörper, die gegen andere Pathogene (z.B. Viren) gebildet wurden, können ebenfalls Ursache falsch-positiver Ergebnisse sein. Um dies auszuschließen wurde ein Panel aus definierten Serum- und Plasmaproben untersucht. Keine der getesteten 27 Proben zeigte eine Kreuzreaktivität zu den eingesetzten Pathogenen (Tabelle 2). 

 

Tabelle 2: Ergebnisse der Kreuzreaktivitätstestung von Antikörper- positiven Proben der aufgeführten Pathogene.

Pathogen/Disease

n

Positives

HIV 1/2

n

0

Parovirus B19

4

0

Hepatitis A Virus

4

0

Hepatitis B Virus

8

0

Cytomegalovirus

2

0

Epstein Barr Virus

2

0

Herpes simplex Virus

2

0

hCoV HKU-1

1

0

 

Diagnostische Sensitivität

Zur Ermittlung der Diagnostischen Sensitivität (beschreibt die Fähigkeit eines Tests, positive Proben auch positiv zu erkennen) wurden insgesamt 112 Patientenproben getestet. Tabelle 3 beschreibt eine Sensitivität in den ersten 6 Tagen nach Symptomen/PCR von 38,1%, eine Zunahme der Sensitivität auf 84% innerhalb der 2. Woche nach Symptombeginn/PCR-Diagnose und erreicht eine Sensitivität von 100% nach 14 Tagen.

 

Tabelle 3: Ermittlung der diagnostischen Sensitivität in Abhängigkeit der PCR- Bestätigung

Zeit nach Symptombegin /
PCR Diagnose

n

Negative

Graubereich

Positive

Sensitivität

< 7 d

21

11

2

8

38,1%

7 - 14 d

25

4

0

21

84%

> 14 d

66

0

0

66

100%

 

 

Diagnostische Spezitivität

Die diagnostische Spezifität (beschreibt die Fähigkeit eines Tests, negative Proben auch negativ zu erkennen) wurde anhand der Testung von 1.561 Patientenproben durchgeführt und ergab eine Spezifität von 99,4% (Tabelle 4).

 

Tabelle 4: Diagnostische Spezifität des AProof® SARS-CoV-2 IgG ELISA

Probenset

n

Negative

Graubereich

Positive

Spezifität*

SARS-CoV-2 [-]

1561

1543

9

9

99,4%

Untergruppe (überlappend)

 

 

 

 

 

Tumorpatienten

61

61

0

0

100%

COPD

276

273

0

3

98,9%

Nicht-Raucher

684

676

5

3

99,6%

Leichte Raucher / Smokers

457

451

2

4

99,1%

Starke Raucher / Heavy Smokers

359

355

1

3

99,2%

Male Donors / Männer

710

699

4

7

99,0%

Female Donors / Frauen

790

783

4

3

99,6%

 

 

Packungsgrößen

96 Bestimmungen: AProof® SARS-CoV-2 IgG ELISA, vereinzelbare Kavitäten (Bestellnummer: 100001-096) 

480 Bestimmungen: AProof® SARS-CoV-2 IgG ELISA, vereinzelbare Kavitäten (Bestellnummer: 100001-480)


Bestellungen für Laboranwender: Bitte rufen Sie uns an, oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Gebrauchsanweisung / Instructions for use

EN / DE / FR: Download

AProof® Corona Antikörpertest für Endanwender

Der AProof® Corona Antikörpertest ist unter www.aproof-corona.de ab sofort bestellbar.